Feil-Techniken von Sandra Krattiger
Jan 2012 12
Richtiges und effizientes Feilen ist eine Kunst für sich. Wer sie beherrscht kann sich Arbeit und Zeit sparen!

Die richtige Feiltechnik ist aber auch sehr wichtig, um schmerzende Handgelenke zu vermeiden und Rückenschmerzen vorzubeugen

Sandra Krattiger zeigt uns hier die wichtigsten Feil-Griffe und wann man sie anwendet. Sie führt  Studio “Fresh Nails the Original” in Basel – Näheres erfahrt Ihr unter hier.

 

Die wichtigsten Punkte beim Feilen:

  • Neue unbenutze Feilen vor dem ersten Einsatz immer entgraten. Dazu eine 2. Feile nehmen und damit über alle 4 Kanten der neuen Feile “schrubben”. So entfernt man die scharfen Ränder der Feile, die durch das Ausstanzen der Feilen aus großen Platten entstehen und die nagelhaut verletzen können.

 

  • Haltet den Finger eurer Kundin zwischen Daumen und Zeigefinger und zieht dabei die Haut des Fingers sanft nach unten, damit ihr diese beim Feilen nicht erwischt und so können auch Ränder befeilt werden. (Zwischen Gelenk und Matrix – Daumen oben –zieht die Haut zurück und der Zeigefinger ist unterhalb dem Finger)

 

  • Beifeilt die Modellage immer mit langen Schwüngen – kurze führen oft zu Hitze-Entwicklung

 

  • Berührt die Haut nicht mit der Feile oder dem Buffer – führt zu Verletzungen der Nagelhaut.

 

  • Zur Nacharbeitung also der Feinschliff nie mit einer groben Feile befeilen. Grobe Feilen können die Modellage wieder aufreissen, dies führt zu rissen und Brüchen! Ausserdem hinterlassen diese tiefe Kratzer, die dann immer noch trotz Versiegelung ersichtlich sein können!

 

Kürzen
Bei diesem Griff gibt man den Druck mit dem Daumen und kürzt so die Länge. Es wird aus dem Arm gearbeitet.

 

 

Zigaretten-Griff

Hier gibt der Daumen den notwendigen Druck. Lange und ruhige Züge von vorne nach hinten um die Modellage die richtige Form zu geben (nach hinten mehr Druck, da es ja dort ausgedünnt sein muss).
Die Arbeit kommt aus dem Arm mit Schwung und nicht aus dem Handgelenk arbeiten!

 

 

Abziehen

Man zieht von oben, den Druck gibt der Zeigefinger an die Seite und zieht das Material ab.
Mit der anderen Hand, kann man die Haut an der Nagelseite nach unten ziehen um nicht die Haut zu befeilen.
Auf der anderen Seite ist der Daumen oben (für den Druck) und der Zeigefinger unten. Auch in langen Zügen arbeiten und die Haut nach unten ziehen!

 

 

Sägen

Da hält man die Finger immer gleich und zieht nur die Seiten ab, damit keine Schwangerschaftsnägel entstehen.
Wenn man hier die Feilen ganz gerade hält, muss man auch darauf
achten, den breitesten Punkt des Nagels genau so beizubehalten!

Wenn ich also die Feile nicht gerade halte, sondern schräg, dann Feile ich Material von der Seite weg, die benötigt wird. Der Nagel wird vorne schmäler aber so entstehen Schwangerschaftsnägel.

 

 

Setz man die Feile beim Sägen nicht exakt gerade an, passiert Folgendes:

Stellt euch im rechten Bild ein Nagel vor (lila) der Pfeil zeigt, dass der Knochen unter der Haut genau so verläuft und der Strich zeigt den breitesten Punkt an. Wenn ihr schräg feilt seht ihr im rechten Bild, dass man ein gutes Stück wegfeilt und so wenn der Nagel wächst, die Seiten leicht einreissen können (siehe weisser Kreis)

Links ist der Nagel gerade an den Seiten gefeilt. Beim Anderen wurde die Feile etwas schräg angesetzt und man feilt die seitenlinie nach innen – und nun den Bogen ansehen der vom Naturnagel her (Seitenlinie) gerade sein sollte. Dieser Bogen ist der Schwangerschaftsnagel

 

 

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