Acrylfarben

Nailart mit Acrylfarben (oder auch One Stroke) wird immer beliebter. Aber es kommen auch immer wieder Fragen auf:
Welche Farben kann/ muss ich verwenden?
Was muss ich beachten?
Wie werden sie verarbeitet?

Es gibt die normalen Acrylfarben aus dem Bastelladen und es gibt Acrylfarben speziell für Nageldesign.

Grundsätzlich empfehle ich die Acrylfarben, die auch fürs Nageldesign entwickelt und zugelassen sind.

Für den gewerblichen Einsatz darf man auch nur diese verwenden (Stichwort KVO). Man kann für den privaten Einsatz oder zum Üben aber auch die aus dem Bastelladen verwenden.

Aber nie direkt auf den Naturnagel auftragen. Immer mindestens 2 Schichten Klarlack drunter oder auf eine Modellage.
Weil die Farben aus dem Bastelladen Chemiekalien enthalten, die nicht für die Anwendung am Menschen zugelassen sind und über die Nägel in den Organismus gelangen und schaden anrichten können. Im Extremfall bis hin zu Krebserkrankungen.

Gute Farben speziell für Nageldesign gibts z.B. von Jolifin (Kreativ Malfarben) oder von Marielle Plüschke.

Verarbeitet werden die Farben mit Nailart Pinseln (nicht die gleichen wie für Gel nehmen).
Am Besten man holt sich die gewünschte Menge aus dem Behälter und verschließt diesen dann wieder.
Es gibt dazu kleine Misch-Paletten oder man kann die Rückseite einer alten CD nehmen.

Ist die Farbe zu dick kann man sie tropfenweise mit Wasser verdünnen.

Nailart mit Acrylfarben muss man sehr gut trocknen lassen und dann sehr gründlich versiegeln. Am besten 2x dünn versiegeln und die Spitze gut ummanteln. Sonst kann das Gel abplatzen.

Für One Stroke nimmt man übrigens Synthetik-Pinsel, Echthaar ist zu weich. Hier sind gibts ganz ordentliche One Stroke Pinsel http://www.profi-nail/-
products.de/de/Zubehoer/Nagelstudio- Pinsel/One-Stroke-Pinsel
Und hier habe ich noch einen Link für Infos zur Pinselwahl bei One Stroke http:// www.pinsel-kunst.com/one-stroke- pinsel.html

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Airbrush

Text von Katja "Kethy" Grünewald, Kethy Nails auf FB:www.facebook.com/pages/Kethy-Nails-Das-etwas-andere-Nagelstudio-Katja-Gr%C3%BCnewald/170603722972706

Unter Airbrush versteht man eine Maltechnik mit einer druckluftbetriebenen Spritzpistole - etwas größer als ein Kugelschreiber. Airbrush wurde nicht fürs Nageldesign entwickelt, aber als Nailart Technik übernommen.

Beim Airbrush wird eine Spritzpistole an einen Kompressor angeschlossen, wodurch mit Hilfe von Druckluft Farbe fein auf Objekt aufgesprüht werden kann. Diese Technik erlaubt es feinste Farbverläufe zu erstellen, was eine Grundvoraussetzung für die photorealistische Malerei ist.
Die Farben müssen spezielle Nageldesign Airbrush Farben sein. Farben aus dem Bastelladen sind nicht KVO konform (Kosmetikverordnung)!

Die deutsche Übersetzung des englischen Begriff Airbrush bedeutet Luftdruckpinsel oder Spritzpistole.

Die Muster entstehen mit Hilfe von Schablonen. Für den Anfang sind die Selbstklebeschablonen sinnvoll, da Milar-Schablonen nicht kleben und genau angehalten werden müssen und leicht verrutschen. Die selbstklebenden Schablonen können mehrfach genutzt werden. Solange bis sie nicht mer kleben oder man nicht mehr sauber aussprühen kann.

Die Reinigung der Pistolen ist allerdings ohne Schulung oder Jemandem der es einem zeigen kann nicht ganz so einfach. Die Pistolen können bis aufs kleinste Teil zerlegt werden und werden dann in einem Ultraschallbad gereinigt (bis auf den Korpus - aufgrund der Dichtungen, die das Ultraschallbad zerstören würde).
Passend gibt es Reinigungsbürstchen mit denen die kleinen Öffnungen gesäubert werden. Es dürfen keine angetrockneten Farbrückstände in der Pistole bleiben. Diese gründliche Reinigung ist allerdings nicht nach jedem Brushen nötig, je nachdem wie viel man brusht. Nach dem Brushen reicht es sie mit Reniger auszusprühen. Zum nachspülen darf man nur destiliertes Wasser verwenden.

Airbrush eine wunderschöne Art des Nageldesigns. Es ist zunächsteinmal aber teuer in der Anschaffung und lohnt sich nur bei entsprechendem Einsatz. Auch eine Schulung ist zu empfehlen.


Empfehlungen:
Gute Einsteiger Sets bekommt man bei Lenz (airbrushnails.com) hier liegen die Kosten etwa bei 375€ und brush-it.com (Melanie Pressl) 135€ (hier läuft gerade eine SB bis Mitte September).

Von beiden Shops sind die Pistolen und Farben zu empfehlen. Die Lenz Pistolen RICH AB-100 und AB-200 sind etwas filigraner als die von Melanie Fengda FL-A und FL-B, wobei ich diese beiden für Neulinge empfehle.

Die Farben von Mel sind hochpigmentiert, das heißt sie decken super. Die Farben von Lenz sind aber auch vollkommen in Ordnung.

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Aufbau

AUFBAU wird die Wölbung des Nagels genannt, die man erkennt, wenn man den Nagel von der Seite betrachtet. Wird auch als ARCH bezeichnet.

Beim Naturnagel ist diese Wölbung mehr oder weniger stark ausgeprägt.
Bei einer Nagelmodellage sollte diese Wölbung im Stressbereich präzise modelliert werden, um der Modellage Stabilität zu verleihen. Den höchsten Punkt des Arch nennt man APEX (auch Stresspunkt).

–» Tip für Anfänger zur Modellage des AUFBAU:

1. an allen Fingern eine dünne Schicht (z.B. Haftschicht) aufstreichen – ausshärten 2. dann auf einen Finger (!) eine etwas dickere Schicht modellieren und zum Schluss noch einen kleinen Punkt Gel auf Stressbereich 3. dann die Hand um 180° drehen, sodass die Handfläche zur Decke zeigt – ca. 20 Sek. warten und dann für 10 Sekunden unter der Lampe aushärten 4. Schritt 3 mit allen Fingern wiederholen und abschließend die ganze Hand nochmal normal 2 Minuten in die Lampe zum aushärten WICHTIG: funktioniert nicht mit standfestem Gel – am Besten mittelviskoses Gel verwenden!

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C Kurve

Die C Kurve ist die Form des Nagels, wenn Du den Finger von vorn (Blick auf die Fingerkuppe) betrachtest (“Tunnelblick”).

Diese Form erinnert an ein”C” – daher der Name. Die C-Kurve zeichnet sich dadurch aus, das sie oben dicker ist als an den Seiten.

Oft wird fälschlicherweise die Seitenansicht des Aufbaus als C Kurve bezeichnet.

Eine gut ausgeprägte C Kurve sorgt für die Stabilität eines Nagels. Man kann die C Kurve durch Pinchen beeinflussen. siehe --> PINCHEN

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Cleaner

Cleaner besteht hauptsächlich aus Isopropylalkohol und wird je nach Hersteller noch mit einem kleinen Anteil destiliertem Wasser versetzt.

Wieviel cleanern ist sinnvoll? Ein Thema an dem sich die Geister scheiden.

Die Antworten auf diese Frage gehen weit auseinander.

Ich unterscheide bei der Beantwortung gern zwischen Anfängern und Profis und empfehle gerade Anfängern eher sparsam mit Cleaner umzugehen - denn wie wir wissen: Feuchtigkeit ist der Feind jeder Modellage. Und Cleaner ist nunmal Feuchtigkeit.

Auf der anderen Seite wird Cleaner von manchen Profis auch gern benutzt, um Staub während der Arbeit zu entfernen, aber da gerade Einsteiger dabei dazu neigen eher "zu nass zu arbeiten", empfehle ich ihnen nur in folgenden Situationen zu cleanern:

1. nach der Aufbauschicht, um anschließend den Aufbau in Form zu feilen

2. nach der Versiegelung, um die letzte Schwitzschicht abzunehmen

--> aber an dieser Stelle (und nur an dieser Stelle!) kann man auch sehr gut Nagelöl verwenden, um die letzte Schwitzschicht zu entfernen. Cleaner ist für viele Versiegelungsgele zu scharf und zerstört den Glanz. Öl sorgt für einen schönen Glanz!

Das heißt, man kann während der gesamten Modellage mit 1x cleanern auskommen.

Wenn nötig, kann man auch cleanern um verunglücktes Farbgel abzunehmen – danach aber Modellage unbedingt wieder anbuffern, weil die Haftung sonst gefährdet ist. Am Besten zunächst mit einer trockenen Zellette versuchen.

Ansonsten kann man Cleaner verwenden:

- vor dem Lackieren, um Staub abzuwischen (und den (Natur-)Nagel zu entfetten)

- um Gel-Tiegel zu säubern

Keinen Cleaner braucht man, um verunglücktes French abzunehmen – da reicht eine trockene Zellette!

Merke:
-> zu feuchtes Arbeiten verursacht Liftings

–> die Schwitzschicht fördert die nötige Haftung einer Modellage und sollte daher möglichst oft erhalten werden

-> Gelauftrag nie auf eine ausgehärtete und gecleanerte Gelschicht. Immer entweder auf eine Schwitzschicht oder eine angerauhte Oberfläche

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Dehydrator

Dehydrator ist eine Mischung aus Isopropylalkohol (auch: Isopropanol) und Aceton. Dehydrator wird nur auf den Naturnagel aufgetragen und dient zum Entfetten und Entfeuchten des Naturnagels. So wird die Haftung des Modellageproduktes unterstützt.

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Edge-Form

Text Jeannette Rath, www.facebook.com/JEANNETTES.NAILARTELIER

So nennt man die Form eines Nagels dessen Spitze dreieckig gestaltet ist.
Beim sogenannten Tunnelblick ist ebenfalls ein Dreieck zu sehen.

Hierfür gibt es vorgefertigte Tips, die man dann noch nach seinen Vorstellungen designen kann.

Oder man formt sie selbst über eine Schablonen-Verlängerung.

Dazu knickt man die Schablone in der Mitte und zieht mit den Fingernägeln feste darüber, so dass die Schablone sich nicht wieder zurück formen kann.

Bei Gel sollte man dann lieber 2 mal eine dünne Schicht als einmal ein dickere Schicht auftragen.
Bei jeder Schicht die Hand für ca. 10 bis 15 Sekunden verkehrt herum drehen (handfläche nach oben), so dass ein spitzes „Dach“ entsteht, dann wieder zurückdrehen und schnell in die Lampe, damit es nicht wieder nach unten läuft.

Etwas einfacher sind die Nägel mit Acryl zu gestalten, da man die richtige Form „schieben“ kann bis sie letztenendes ausgehärtet sind.

Es kursieren immer wieder Gerüchte, dass die Edge-Form patentiert wurde und ohne Erlaubnis verwendet oder abgebildet werden darf.
Ob das den Tatsachen entspricht und wer ggf. dieses Paten hält ist jedoch bisher unklar.

Wer sich einmal an dieser Form versuchen möchte, findet hier eine Anleitung
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.243993888957180.61689.187008604655709&type=1

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Fächer-Pinsel

In fast jedem Nailart-Pinsel Set ist ein Fächer-Pinsel dabei. Aber kaum jemand weiß etwas damit anzufangen.

Der Fächerpinsel (oder Schattenpinsel) wird in der Nailart für Farbverläufe verwendet.

Z.B. kann man mehrer Klekse Farbgel (oder Acrylfarben oder Nagellack) nebeneinander auf Papier geben und dann den Pinsel eintauchen und so schöne Muster über den Nagel ziehen.

Hier ein Video in dem die Handhabung gezeigt wird.

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Fiberglas-Gel

Fiberglas Gel ist ein spezielles (Aufbau-) Gel.

Nicht zu verwechseln mit der Fiberglas Technik bei der die Nägel mit Hilfe von Stoffstreifen aus Fiberglas verstärkt werden.

Fiberglas-Gel ist wegen seiner besonders guten Haftungseigenschaften so beliebt und kann eine Lösung bei Problem-Nägeln sein.

Wegen seiner guten Haftung kann es auch sehr dünn modelliert werden.

Wichtig ist, dass man es OHNE Haftgel direkt auf dem Naturnagel verarbeitet. Nur so kann es seine Wirkung entfalten.

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Gel-Polish

Gel-Polish ist der Oberbegriff für UV-härtenden "Lacke".

Gel-Polish ist ein Kompromiss zwischen Farb-Gel und Nagellack. Es wird aus aus einem Pinsel-Fläschchen aufgetragen (wie Nagellack) und die einzelnen Schichten werden unter der UV-Lampe ausgehärtet (wie Farb-Gel).

Die Hersteller werben mit einer einfacheren Verarbeitung, Zeitersparnis und Materialersparnis. Wer mit den Produkten arbeitet kann das auch grundsätzlich bestätigen. Die Anwendung muss jedoch etwas geübt werden, weil es etwas ungewohnt ist. Vor allem muss sehr dünn gearbeitet werden.

Gel-Polish kann als Full-Cover bei einer Modellage verwendet werden oder auch im Rahmen einer Naturnagelverstärkung. Wichtig ist, dass der Naturnagel wie gewohnt vorbereitet werden muss. Einfach auf den Naturnagel auftragen wie Nagellack würde zu Haltbarkeitsproblemem führen.

Gel-Polish ist eine schöne Möglichkeit gerade älterer Kundschaft (die immer zahlreicher und wichtiger wird) eine Alternative zu einer kompletten Modellage zu bieten. Die schnellere Verarbeitung und damit einhergehende Zeitersparnis kann wirklich den Gewinn eines Studios steigern, wenn man mit dem Produkt umgehen kann und es geschickt einsetzt.

Zu jedem Gel-Polish Produkt gibt es auch einen passenden Remover in Form von Flüssigkeit oder Aceton getränkten Pads. Diese Art des Ablösens wird jedoch immer wieder kristisiert, weil es bisher noch nicht recht mühselig ist und nicht immer so einfach funktioniert, wie es auf der Packung steht.

Wie eine Modellage kann man Gel Polish aber auch einfach vorsichtig abfeilen.

Es gibt Gel-Polish inzwischen von fast allen namenhaften Herstellern und jeweils unter verschiedenen Namen: z.B. Shellac, Gelish, Carbon Colours, Titan Lack...

Die Kunden nehmen den Gel-Polish bisher auch gut an und ein Versuch im eigenen Studio ist es sicher wert. Bevor der erste Kunde behandelt wird sollte das Produkt aber ausprobiert werden und evtl. auftretende Verarbeitungsfragen mit dem Hersteller geklärt werden, damit man dann auch wirklich mit dem Produkt vertraut ist.

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Make Up Gel

Make Up Gel (auch Camouflage- oder COver-Gel)  ist ein (Aufbau-) Gel, dass mit hautfarbenen Pigmenten versetzt ist und dadurch auf dem Nagel deckend wirkt.

Dieses Gel wird eingesetzt, um farblich ungleichmäßige Nagelbetten optisch auszugleichen (aber nicht, um Nagelpilz damit zu überdecken!).

Außerdem kann man damit das Nagelbett optisch verlängern, indem man mit dem Make Up Gel den Übergang zum freien Nagelrand (weiß) überdeckt und so das French entsprechend höher ansetzen kann, ohne dass es “rausgewachsen” aussieht.

Dadurch wirken die Nägel länger und eleganter.

Bei Make Up Gel gilt zu beachten:
- Mit einer Haftschicht arbeiten, da die meisten Make Up Gele geringe Haftungseigenschaften aufweisen. Dann den Aufbau mit Make Up Gel und anschließend wie gewohnt versiegeln.

- Ggf. unter dem Make Up Gel eine dünne Schicht klares Aufbau-Gel verwenden, damit man beim Runterfeilen nicht auf den Naturnagel kommt und diesen beschädigt.

- Das Make Up Gel zum Nagelbett hin “auslaufen” lassen. Also ungleichmäßig und nicht völlig deckend auftragen, da der Rauswuchs sonst schnell sehr deutlich sichtbar ist.

- Farbton passend zum Hautton wählen, damit die Nägel stimmig zu den Händen sind.

Make Up Gel kann auch selbst gemischt werden. Dazu gibt es diverse Anleitungen. In diesem Fall kann es aber nicht gewerblich verwendet werden, da das Mischen gegen die KVO (Kosmetikverordnung) verstößt.
Einige Anbieter wie z.B. Unguis Arts bieten Make Up Gel zum Mischen des passenden Farbtons an. Da diese Produkte bereits zugelassen sind können sie auch gewerblich verwendet werden.

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Naturnagelverstärkung

Als Naturnagelverstärkung (NNV) bezeichnet man eine Modellage mit Gel, Acryl oder Fiberglas bei der keine Verlängerung durch Tips oder Schablone stattfindet.

Die Nägel werden mit dem Material überzogen, um sie zu verstärken und zu schützen.

Dabei muss der Naturnagel ebenfalls sehr gründlich vorbereitet werden, um die gewünschte Haftung zu erreichen. Wie bei einer “normalen” Modellage kann hier auch mit Dehydrator und Primer gearbeitet werden.
Neben der Vorbereitung ist die Versieglung der wichtigste Aspekt, um den Halt zu gewährleisten.

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One Stroke

One Stroke ist eine Nailart Technik und wird auch chinesische Malerei oder Folk Art genannt.

One Stroke bedeutet soviel wie: in einem Zug, mit einem Strich, auf einen Streich.

Das Besondere daran ist, dass man mit 2 Farben am Pinsel gleichzeitig malt und so einen Farbverlauf machen kann, der auf normalem Weg nicht zu erreichen ist. One Stroke wurde nicht ursprünglich für die Nägel erfunden, ist aber ins Nageldesign übernommen worden und wird zur Zeit immer beliebter. Ist allerdings nicht einfach und erfordert einige Übung.

Die Größe des verwendeten Pinsels hängt davon ab wie groß das Motiv werden soll und damit wiederum vom Nagel. 2er-Pinsel machen sich ganz gut. oder ein 4er Pinsel. Hier ein Link, der vielleicht ganz interessant ist in dem Zusammenhang http://www.pinsel-kunst.com/one-stroke-pinsel.html


Für One Stroke im Nageldesign gibt es spezielle Acrylfarben. Denn die aus dem Bastelgeschäft fallen nicht unter die KVO (Kosmetikverordnung) und dürfen deswegen nicht bei Kunden angewendet werden.
Auf den eigenen Nägel kannst man auch mit Farben aus dem Baselladen arbeiten. Sie eigenen sich auch zum Üben auf Papier oder Tips.

Acrylfarben sollten nie direkt auf den Naturnagel aufgetragen werden. Immer mindestens 2 Schichten Klarlack dazwischen oder auf eine Modellage.


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Pinchen

Durch das Pinchen verbessert man die Statik des Nagels, indem man die C- Kurve durch Zusammendrücken der Seiten ausgeprägter gestaltet.

Die Modellage wird stabiler, sieht besser aus und man kann auch dadurch dünner modellieren.

Vor allem beim sogenannten "New Style" ist das Pinchen unverzichtbar. New Style Nägel sind unter anderem dünner, gepincht und der Stresspunkt (Apex) wird etwas weiter nach hinten (zum Nagelbett) verlagert.

Man kann Acryl besonders gut pinchen, aber auch mit Gel (bei Schablonen- Modellage) geht es, indem man die Spitze über Schablone verlängert, ca. 10 Sekunden aushärtet, ein Pinch- Werkzeug ansetzt und dann zunende aushärtet.

Gepincht wird mit Pinch-Klemmen (s. Foto), Pinch-Sticks (s. Foto), einer Pinzette oder bei Acryl auch mit den Fingern.

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Primer

Primer ist ein Haftvermittler und wird, wie der Name schon sagt, verwendet um eine gute Haftung zwischen Naturnagel und Modellage-Material herzustellen.

Man wendet Primer auf dem Naturnagel an, bevor die erste Schicht Gel aufgetragen wird. Dabei ist es wichtig, dass der Primer nur äußerst sparsam aufgetragen wird. Die Flüssigkeit sollte nicht an die Haut gelangen und muss getrocknet sein, bevor der Gelauftrag erfolgt. Jedoch dann nicht zu lange warten. D.h. Naturnagelvorbereitung, Nagel entstauben, ggf. Dehydrator verwenden, Primer - trocknen lassen, Gel...

Benutzt man zuviel Primer, tritt 1. der gegenteilige Effekt ein: die Haftung verschlechtert sich und 2. schädigt man den Naturnagel damit schwer.

Primer enthält in der Regel Methacrylsäure (auch in Gel und Acryl vorhanden und Auslöser der meisten Allergien im Nageldesign). Es gibt jedoch durchaus Ersatzstoffe für Methacrylsäure, die bereits in einigen Produkten verwendet werden. Das ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich (INCI Deklaration am Produkt gibt darüber Aufschluß).

Primer kann nicht-sachgemäß angewendet zu Hautverätzungen führen kann. Daher muss er gesetzlich vorgeschrieben mit R- und S-Sätzen Risiko/ Sicherheit) gekennzeichnet werden.

Die Wirkung von Primer beruht darauf, dass diese Säure Einweißverbindungen aus der obersten Schicht des Naturnagels löst und sich dort später das Gel “festhalten” kann. Wird zuviel Primer aufgetragen, werden zuviele Eiweißverbindungen gelöst und der Nagel ist beschädigt.

Man sollte Primer nicht grundsätzlich bei jedem Kunden verwenden - die Anwendung wird bei sogenannten “Problemkunden” empfohlen, bei denen es Schwierigkeiten mit der Haftung gibt. Haftungsprobleme können jedoch auch andere Ursachen haben (schlechte Naturnagelvorbereitung, mangelhafte Verarbeitung der Modellage,
Medikamenteneinnahme...). Man sollte sich immer bemühen die Ursache des Problems herauszufinden, damit man dann mit dem richtigen Mittel reagieren kann

Primer ist nicht mit Dehydrator oder Tip-Blender zu verwechseln. Diese Produkte erkläre ich später im Lexikon.

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Tip-Blender

Tip-Blender ist eine wässrige Flüssigkeit (kommt meist in ähnlichen Fläschchen wie Primer und sieht auch ähnlich aus).
Tip-Blender wird verwendet, um das Blenden der Tips (durchsichtig feilen) zu vereinfachen.
Der Tip-Blender wird dünn auf den Tip aufgetragen und weicht den Kunststoff auf. Dann lassen sich die Tips leichter befeilen.
Wichtig ist, dass man dann zügig arbeitet, da der Tip-Blender trocknet – also nicht auf alle Tips gleichzeitig auftragen, sondern einen nach dem Anderen bearbeiten. Außerdem muss man aufpassen, dass man den Tip nicht kaputt feilt.

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Versiegelung

Viele haben Probleme den gewünschten Glanz bei der Versiegelung zu erzielen.

Natürlich gibt es gute und weniger gute Versiegelungs- bzw. Glanzgele. Aber oft glänzt auch das tollste Glanzgel nicht, wenn man es nicht optimal verarbeitet.

Was helfen kann:
- extra Pinsel nur für Glanzgel nehmen
- 2x dünn versiegeln und die einzelnen Schichten jeweils 3 - 4 Minuten aushärten
- Schwitzschicht statt mit Cleaner lieber mit Nagelöl abnhemen. Der Cleaner ist recht “scharf” und zerstört den Glanz oft sofort. Noch besser: mit einem Gemisch aus Cleaner und Nagelöl -> erst Cleaner auf die Zellette, dann noch etwas Öl dazu (Tip von Angie)


Es kann auch sein, dass die Röhren in der UV Lampe zu schwach geworden sind. UV Röhren gehen normalerweise nicht kaputt, sondern werden schwächer und wenn sie ausgetauscht werden müssen, härten sie auch das Glanzgel nicht mehr optimal aus. (Das ist allerdings der letzte Punkt, den ich prüfen würde. UV Röhren haben eine recht lange Lebensdauer. je nach Hersteller ca. 500 Stunden.

Alternativ zu Glanzgel gibt es auch schwitzschichtfreie Hochglanzversiegler, die wie Nagellack aufgetragen und dann unter UV-Licht werden. Die sind nicht schlecht, allerdings kann es Probleme in der Kombination mit sehr elastischen Gelen geben.
Diese Hochglanzversiegler sind sehr starr und das führt auf elastischem Gel zu Haar-Rissen, was nicht schön aussieht...


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Viskosität

Die Viskosität beschreibt die Standfestigkeit eines Gels.

Dünnviskos sind sehr flüssige Gele (z.B. Haftgel).

Mittelviskos sind Gele, die zwar auch fließen, aber nicht so schnell wie dünnviskose Gele und sie ziehen sich selbstständig glatt. In der Regel wird der Aufbau mit mittelviskosen Gelen gearbeitet.

Dickviskose Gele sind standfest. D.h. Form und Verteilung muss mit dem Pinsel bestimmt werden - sie ziehen sich nicht selbst glatt. Man kann so ein Gel benutzen, wenn man Probleme hat, weil einem das Gel "wegläuft". Manche benutzen auch zur Stiletto-Modellage dickviskoses Gel. Dafür ist es ganz gut geeignet. Der Umgang damit ist aber nicht so leicht und kann bei ungeübten Verwendern zu viel Feilarbeit führen.

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